Donnerstag, 22. September 2016

Die erschreckende Verwandlung des Orakelpriesters



Folge 2:
Es gibt  zahlreiche Augenzeugen - Berichte von Orakelbefragungen im tibetischen Buddhismus. Einer beispielsweise von Govinda, der zum Studieren der Religion ( Ende der vierziger Jahre) nach Tibet kam: 
Kurz vor Mittag hörten wir das Dröhnen von Kesselpauken ... und sahen eine Menschenmenge sich dem Eingang des Orakeltempels zudrängen. ... wir mischten uns unter die Menschenmenge. ... Bevor wir wußten, wie uns geschah, standen wir vor dem Thron des Großen Orakels ( S. 286/287 aus "Der Weg der weißen Wolken")

Auf dem Thron saß, prachtvoll gekleidet mit einer goldenen Tiara auf dem Haupte, der Orakelpriester von Dungkar Gompa. Es folgte nun eine öffentliche Anrufung der Schutzgötter Tibets durch einen Mönchs-chor ... :
"Die Menge stand wie versteinert im Bann dieses feierlichen Augenblicks. Alle Augen waren auf die majestätische Person auf dem goldenen Thron gerichtet. ... Plötzlich aber schien ein Vibrieren, vom Boden ausgehend, die Füsse und Beine (des Orakelpriesters) zu erfassen, ... , bis schließlich die ganze Person von konvulsivischen Zuckungen erschüttert wurde. ... Dieser Kampf zwischen dem menschlichen Körper und der unheimlichen Macht, die von ihm Besitz ergriff und ihn in ein dämonisches Wesen verwandelte, war ein beängstigender Anblick." (S.287)

Es trat dann ein Mönch vor dem Thron und stellte ein Frage bezüglich  der Zukunft Tibets. Woraufhin der Orakelpriester sich erhob,  ein Schwert aus dem Wafffenbehälter griff und damit in alle Richtungen mit unvorstellbarer Geschwindigkeit und Wucht Hiebe austeilte , offensichtlich nicht mehr Herr seiner Sinne ... sechs kräftige Mönche versuchten ihn auf den Thron zurückzuziehen:
Der Priester schien sie aber überhaupt nicht zu bemerken und schüttelte sie ab wie eine Schar Kinder. ... bis er schließlich schwer atmend und völlig erschöpft in sich zusammensank. ... Der Schaum stand ihm vor dem Mund und er gab seltsame Laute von sich als versuchte er zu sprechen. (S.288)
Kurz darauf näherte sich ein Mönch mit einer Schreibtafel und schrieb die "sich auf den Lippen formende", wohl geflüsterte Botschaft des Orakelpriesters, als vorgeblicher Rat der Schutzgottheit, auf. 

Eigentlich hatte ich vorgehabt an dieser Stelle noch ein zweites Beispiel zu bringen, fühle mich selber aber von diesem Bericht jetzt etwas geschafft. So belasse ich es erst einmal bei diesem eindrücklichen Beispiel. Vielleicht nur noch kurz die Reaktion der Menge:
... sie drängten wieder dem Throne zu und warfen sich dem Orakel zu Füßen ... auch wir fühlten, wie wir  aus unserem eigenen Bewusstsein herausgehoben und aufs tiefste ergriffen wurden, so dass wir uns wie alle anderen dem Orakel zu Füssen warfen, alles um uns vergessend, außer der Wirklichkeit einer Macht jenseits unseres Verstehens.(S.289)

 


 

1 Kommentar:

  1. Okkultismus/Spiritismus sind in der Bibel streng verboten! Hier ist eine Liste von okkulten Praktiken und Gegenstaenden die Ihr auf keinen Fall um Euch haben duerft, denn sie ziehen immer daemonen (gefallene Engel) an: https://www.achtung-lichtarbeit.de/liste-der-okkulten-gegenstaende.html und Bibel- und Schriftenmission Dr. Kurt Koch:https://www.schriftenmission.de/

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